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Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
 Zur Unmöglichkeit einer sachlichen Diskussion in der postmodernen Empörungsgesellschaft ALO Atheist 21.04.2018 14:26

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ALO Atheist
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Dabei seit: 19.03.2010
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Zur Unmöglichkeit einer sachlichen Diskussion in der postmodernen Empörungsgesellschaft


Ist der objektive Blick auf die Dinge nicht möglich, da jegliche Wahrnehmung subjektiv ist, so ist die objektive Wahrheit ein reines Abstraktum. Zu dieser Erkenntnis kam auch der erkenntnistheoretische "Radikale Konstruktivismus" des Ernst von Glasersfeld, dessen Buch "Wege des Wissens. Konstruktivistische Erkundungen durch unser Denken"^1 selbst bei harmlosen, allgemeinen Alltagsbegriffen die inhärente Unmöglichkeit zur Konsensualität exemplifiziert. Ich schreibe diese Zeilen, zumal in diesem Forum der Disput in dem kürzlich von mir eröffneten Thread unter dem Titel "Joesi Prokopetz: 'Ich finde den politischen Islam einfach nicht wünschenswert.'" schon nach ganz kurzer Zeit dermaßen absurd-abstrus eskaliert war, dass ich mich in meiner Funktion als Moderator dieses Forums gezwungen sah, besagten Thread umgehend zu löschen. Wenn es nach Glasersfeld bei zwei Individuen allein schon beispielsweise beim Begriff "Bier" niemals zu kongruenten Vorstellungen und Assoziationen kommen kann, wie soll dann ein möglichst objektiver und sachlicher Diskurs bei einem politisch und gesellschaftlich extrem oppositär aufgeladenen Thema möglich sein? Das lässt angesichts der aktuell aufgeheizten Stimmung in Politik, Medien und Gesellschaft die berechtigte Frage aufkommen, zu welchen untragbaren Zuständen die tief gespaltene und zersplitterte postmoderne, hyperhysterisch-aggressiv agierende Empörungsgesellschaft noch führen wird.


^1 Glasersfeld, Ernst von: Wege des Wissens. Konstruktivistische Erkundungen durch unser Denken. Heidelberg: Carl-Auer-Systeme 1997.
21.04.2018 14:26 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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