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Go to the bottom of this page Abiogenese - am Anfang war die Chemie
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 Abiogenese - am Anfang war die Chemie marven 22.04.2016 19:21
 RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie BlackWiddow 23.04.2016 15:50
 RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie Zsidkenu 16.07.2016 04:26
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 RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie nicolai 23.07.2016 12:18
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 RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie nicolai 25.07.2016 12:27
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 RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie nicolai 29.07.2016 22:36
 RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie Ramon 30.07.2016 16:46
 RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie Ramon 22.07.2016 17:51

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Abiogenese - am Anfang war die Chemie antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Ein gutes Video zum Thema Abiogenese.
Die Entstehung des Lebens aus unbelebter Materie durch nichts anderes als chemische Prozesse scheint auf den ersten Blick unwahrscheinlich, bei näherer Betrachtung hingegen stellt sich die Frage, ob Leben bei so günstigen Umweltbedingungen wie auf der Erde nicht fast schon zwangsläufig entstehen muss.

https://youtu.be/-zHlfUU1WY0

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22.04.2016 19:21 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Siehe auch:
http://www.dashennei.net/

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Alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht. J.-W. v. Goethe, FAUST I (nach einem Buddha-Zitat)
23.04.2016 15:50 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
Zsidkenu
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RE: Abiogenese - am Anfang war die Chemie antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

quote:
[i] bei näherer Betrachtung hingegen stellt sich die Frage, ob Leben bei so günstigen Umweltbedingungen wie auf der Erde nicht fast schon zwangsläufig entstehen muss.


Der Author dieser frage hat wohl nicht die geringste Ahnung was zur entstehung von Leben notwendig ist.

Abiogenesis IST VOELLIG UNMOEGLICH !!

Der Ursprung des genetischen cipher ( Schlüssels )




Paul Davies, das fuenfte Wunder, schreibt auf Seite 123:
Ich habe das Leben als eine Übereinkunft zwischen Nukleinsäuren und Proteinen beschrieben, doch diese Moleküle bewohnen sehr verschiedene Domänen der Chemie. Genau genommen reden sie kaum miteinander. Dies spiegelt sich am deutlichsten in der Arithmetik der Informationsübertragung wider. Die Daten, die zur Zusammenstellung eines Proteins benötigt werden, sind in der DNS in Form von Buchstabenkombinationen des Viereralphabets A, G, C und T gespeichert. Proteine bestehen andererseits aus zwanzig verschiedenen Aminosäuren. Nun passt die Zahl 20 schlecht in die Zahl 4. Wie soll dann die Kommunikation zwischen
Nukleinsäuren und Proteinen funktionieren? Das Leben auf der Erde hat für dieses Zahlenproblem eine hübsche Lösung gefunden ( seit wann befasst sich das leben mit problem loesen ? ) : Es gruppiert die Basen in Dreiersätze oder Tripletts. Aus vier Basen kann man 64 verschiedene Dreierkombinationen auswählen, mehr als genug für die Darstellung von zwanzig Nukleinsäuren, so dass noch etwas als Reserve und für Satzzeichen übrig bleibt. Auf diese Weise bestimmen jeweils drei Sprossen der DNS-Leiter die Aminosäuren der Proteine, für die sie Instruktionen enthalten. Die Übersetzung der 64 Buchstabenkombinationen in zwanzig Aminosäuren bedeutet, dass jedem dieser Tripletts (die auch als Codone bezeichnet werden) eine Aminosäure zugeordnet wird, und diese Zuordnung ist es, was man als genetischen Code bezeichnet. Auf den Gedanken, dass das Leben einen Buchstabenschlüssel benutzen könnte, kam als erster, und zwar in den frühen fünfziger Jahren, der Physiker George Gamow – derselbe, der die moderne Urknalltheorie des Kosmos ursprünglich vorgeschlagen hat. Wie in jeder Übersetzung muss hier irgendjemand oder irgendetwas zweisprachig sein, um die verschlüsselten Instruktionen in der Sprache der Nukleinsäuren in ein Objekt aus Aminosäuren umzusetzen. Nach dem bisher Erklärten sollte klar sein, dass sich der entscheidende Übersetzungsschritt vollzieht, wenn sich die geeigneten Aminosäuren vor Konstruktion des Proteins an die entsprechenden tRNS-Moleküle hängen. Diese Ankopplung wird von einigen schlauen Enzymen durchgeführt, die sowohl RNSSequenzen als auch die verschiedenen Aminosäuren erkennen und sie entsprechend verheiraten.

Mein kommentar dazu: Die zuordnung muss vorprogrammiert sein. In der gleichen Weise muss ein Übersetzer zwei Sprachen lernen, um in der Lage zu sein, ein geschriebenes Wort zum Beispiel im englischen alphabet, dem geschriebenen Symbol zb. in der chinesischen Sprache ( 翻譯 者 ) zuweisen zu koennen mit der gleichen Bedeutung. Es muss eine vorherige gemeinsame Vereinbarung der bedeutung vor dem Übersetzungsprozess geben, damit die uebersetzung stattfinden kann. So ist zum Beispiel das Wort " Übersetzer " , geschrieben 翻譯 者 in der traditionellen chinesischen Sprache. Bitte jemanden, der nicht chinesisch spricht, die übersetzung zu bewerkstelligen, und das Wort "Übersetzer" ins chinesische zu uebersetzen. Er hat rund 3500 verschiedene Symbole zur Auswahl. In der "Sprache der Aminosäuren" gibt es 20 verschiedene Aminosäuren zur Auswahl. Der Übersetzer muss sowohl das Wort "Übersetzer" in Englisch, als auch in der chinesischen Sprache kennen, und wissen, wie beide geschrieben werden in beiden Alphabeten, um eine Zuordnung erzielen zu koennen. Nur mentale prozesse sind in der Lage, dies zu tun. Der Zufall ist hierzu impotent.

1.Triplet Codons müssen den entsprechenden Aminosäuren zugewiesen werden, um einen genetischen Chiffre ( Schlüssel ) zu kreieren, welcher es erlaubt, genetische information in funktionelle Proteine zu verwandeln. Nucleic-Säure-Basen und Aminosäuren erkennen einander nicht direkt, sondern chemische Vermittler (tRNAs und Aminoacyl-tRNA-Synthetasen ) ubernehmen das. Es gibt keinen offensichtlichen Grund, warum bestimmte Codons, Drillinge, durch zufall bestimmten Aminosäuren zugeordnet werden sollten.
2. Andere Übersetzungs-zuordnungen sind denkbar, aber was auch immer fuer ein Schlüssel zugeordnet wird, müssen die richtigen Aminosäuren so zugeordnet werden, damit funktionelle Polypeptid-Ketten erzeugt werden, die sich in aktive funktionelle Proteine ​​falten. Funktionelle Aminosäureketten im Sequenzraum sind extrem selten. Es gibt zwei Möglichkeiten, um die richtige Zuordnung der Codons an die richtigen Aminosäuren zu erklären. Chance und Design. Natürliche Selektion ist keine Option, da DNA-Replikation in dieser entwicklungsphase , vor der existenz einer selbstreplizierenden Zelle, noch nicht existiert , aber diese zuordnung musste zuvor ergestellt werden.
3. Wenn es ein glücklicher Zufall geschehen wäre, würde Glück den Jackpot getroffen haben durch eine Lotterie unter 1,5 × 10 ^ 84 möglichen genetischen Code-Tabellen. Das ist die Anzahl der Atome im ganzen Universum. Das stellt jede Möglichkeit , dass glueck dies erreichen koennte, in Frage. Unter Verwendung von Borels Gesetz, ist dies im bereich der Unmöglichkeit. Die natürliche Selektion würde etwa 10 ^ 55 Codes pro Sekunde auswerten müssen, um den genetischen universellen Code zu finden. Einfach gesagt, fehlt der chemische Lotterie die notwendige Zeit, um den universellen genetischen Code zu finden.
4. Wir haben nicht einmal in Erwägung gezogen, dass es auch über 500 mögliche Aminosäuren gibt, die aussortiert werden müssten, um nur 20 zu erhalten, die zum leben verwendet werden, und alle richtigen L Amino und R Zucker Basen ...... ( notwendige homochiralitaet )
5. Wir wissen, dass Intelligenz Sprachen erfinden kann, Codes, Übersetzungssysteme, Schlüssel und komplexe, instruierende kodifizierte Informationen.
6. Mit anderen Worten: Die Aufgabe kann damit verglichen werden, zwei Sprachen zu erfinden, zwei Alphabete, und ein Übersetzungssystem, und den Informationsgehalt eines Buches (zum Beispiel Hamlet) in Englisch zu schreiben , auf Chinesisch zu übersetzten, durch die Erfindung und Anwendung eines extrem anspruchsvollen Hardwaresystems.
7. Der genetische Code und sein Übersetzungssystem ist am besten durch die Wirkung eines intelligenten Designers erklärt.
16.07.2016 04:26 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Und warum wurden dann schon 99% dieses "intelligenten" Designs verworfen?

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16.07.2016 14:00 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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...liegt wohl daran, daß der "intelligente Designer" hauptsächlich Latein und aramäisch spricht...
...sowie daran, daß seine "Vertreter" bei genauerer Betrachtung ziemlich wirren Müll verzapfen. Augenzwinkern

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...natürlich hab´ ich leider recht !
17.07.2016 01:55 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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In seine Grundbestandteile (Atome) zerlegt, besteht alles sogenannte "Leben" auch nur wieder aus "unbelebter Materie"; zumal die meisten Definitionen von "Leben" reichlich subjektiv sind.

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17.07.2016 02:01 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Aber zweifellos existiert Leben und hat Eigenschaften, die sich von denen der Ansammlungen toter Materie grundlegend unterscheiden.
Zumindest, so weit wir wissen.

Bis vor wenigen Jahren dachte man ja noch, das Leben auf der Erde geht nur ein paar Meter in die Tiefe.

Langsam wandlet sich (wieder einmal) unser Bild von unserem Planeten.
Das Leben scheint nicht nur bis in einige Kilometer Tiefe zu reichen, sondern es gibt sogar ein System des Austauschs zwischen unten und oben. Das ist aber schwierig zu erforschen, nur in ehemaligen Bergwerken können Forscher dem nachgehen, weil Bohrungen in mehrere Kiliometer Tiefe zu kostspielig sind.
Unklar ist derzeit noch, wie es sich mit dem Leben im Meer unter dem Meeresboden verhält, also den Süßwasser-Vorräten de sich in Küstennahe unter dem Meeresboden angesammelt haben. Und da befinden sich gigantische Vorräte an Wasser, deshalb will man diese jetzt auch wirtschaftlich nutzbar machen und abpumpen, auf ähnliche Art wie mit den Erdölbohrinseln in der Nordsee.

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19.07.2016 07:09 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Leben ist ein chemisch-physikalischer Prozess, von "intelligeten" Designs ist nichts zu merken, es ist Zufall, ob man überlebt.

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20.07.2016 11:01 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Es ist nicht Zufall, sondern Ergebnis der Naturgesetze.

Überlegung:
Schon seit dem Urknall wirken die Naturgesetze genau in der Form in der sie eben wirken.
Somit war jedes Ereignis seither schon von Anfang an unausweichlich.
Nicht, weil es eine intelligente Planung so wollte, sondern weil es aufgrund der Wirkung der Gesetze nur genau ein Ergebnis geben konnte.
Sogar die Gedanken der Menschen standen schon fest, da sie ebenfalls auf naturgesetzlichen Prozessen beruhen.
D.h., dass ich diese Zeilen jetzt schreibe war damals schon sicher.
Hätte jemand einen Ultra-Mega-Supercomputer gehabt und alle Daten, dann hätte er das vorausberechnen können.

Dabei bleibt eine spannende Frage:
Gibt es heute intelligente Planung? Auch die Gedanken und Gefühle eines Uhrmachers beruhen auf chemischen und physikalischen Vorgängen. Ebenso die Gedanken eines Bibers der einen Staudamm baut.
Ab wann also gab es erstmals intelligente Planung? Oder gibt es die prinzipiell nicht?

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21.07.2016 07:25 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Gould: Zufall Mensch, J. Monod: Zufall und Notwendigkeit widerlegen ihren schönen Fatalistentraum

Es gibt kein Ziel in der Evolution.

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21.07.2016 15:51 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Hä? Falche Baustelle? Wer hat was von einem Ziel in der Evolution geschrieben?

?????????

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22.07.2016 06:12 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Es gibt auch keine Plan des Universums, es ist Zufall.

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22.07.2016 15:36 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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...uuund ab mit dieser Diskussion in den Philosophiebereich - da, wie kaum jemand bestreiten können wird, der Mensch eben nur in der Lage ist, Dinge, Ereignisse, "Gesetze", Gegebenheiten insofern zu erfassen oder benennen, als die den menschlichen Begriffs- und Vorstellungshorizont nicht übersteigt.
Womit eigentlich erklärt sein müßte, daß es völlig unerheblich ist, ob es "Gott" oder "intelligentes Design" gibt oder nicht, da derartiges sowohl diesen "Horizont" übersteigt als auch in keinster Weise (und wieder dieser "Horizont") vom Menschen beeinflußbar sein kann.

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23.07.2016 12:18 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Also Aphrodite übersteigt meine Vorstellungskraft nicht. Die kann ich mir sogar ganz gut und leibhaftig vorstellen.

Was den Gott der Monotheisten betrifft, so hat er ein Grundsatzproblem:
Er ist nicht definiert. Und deswegen kann man grundsätzlich nicht über seine Existenz diskutieren. Das geht nur, wenn es eine klare und eindeutige Definition gibt. Dann kann man diskutieren ob es ihn gibt oder nicht. Vorher ist alles sinnlos und schwammig.
Aber das ist genau die Absicht der Religion. Immer unkonkret bleiben, nur andeuten und damit nie wirklich (an)greifbar sein.
Wer sagt "Es gibt keinen Gott" hat schon verloren, weil er damit so tut als würde es eine klare Definition geben. Da gibt man schon einen unverdienten Punkt an die Religionen.

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25.07.2016 12:05 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Verstehe nicht, was Du damit sagen willst, da niemand hier etwas von einem Plan geschrieben hat.

Zufall ist es aber nicht, denn Zufall setzt die Möglichkeit eines Ereignisses außerhalb der Naturgesetze voraus.
Alles folgt aber den Naturgesetzen und somit stand der Verlauf der Geschichte des Universums von Anfang an fest. Dafür braucht es keinen Plan. Im Gegenteil.
Das ist so, wie der Aufprallpunkt eines Föhrenzapfens schon feststeht wenn er fällt, einfach weil es iinnerhalb der Naturgesetze keinen Spielraum gibt.

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25.07.2016 06:15 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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quote:
Original von marven
Das ist so, wie der Aufprallpunkt eines Föhrenzapfens schon feststeht wenn er fällt, einfach weil es iinnerhalb der Naturgesetze keinen Spielraum gibt.


Nicht ? Wo ist denn dann der "feststehende Aufprallpunkt", wenn beispielsweise der Fall durch einen plötzlichen Windstoß verändert wird, oder, weitaus gravierender, wenn etwa ein Mensch besagte Föhre gerade im Augenblick der "Zapfenablösung" schüttelt oder gar fällt ?
Selbst unter der Prämisse, daß die Kausalität keinerlei "Zufall" zuläßt ist dennoch jegliches Ereignis von einer quasi unendlich hoch unendlich hohen Anzahl bedingender Faktoren abhängig und somit weder mit absoluter Exaktheit berechen- noch vorhersag- oder gar rückverfolgbar.
Womit wir bei der bekannten Aussage wären, daß durchaus der Flügelschlag eines Schmetterlings irgendwo einen Hurrican anderswo auslösen könnte...(wenn auch die Wahrscheinlichkeit dafür nicht allzu hoch sein dürfte)...

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25.07.2016 12:27 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Die Berechenbarkeit ist eine Ressourcenfrage.
Die Kausalität sagt nur, dass es eben nur genau eine Möglichkeit gibt.
Zufall ist nichts anderers als eine Umschreibung für ein individuelles Informationsdefizit.
Es gibt nur genau einen möglichen Verlauf der Geschichte des Universums, der durch die Naturgesetze von Anfang an feststand. Was nichts mit Festlegung durch einen Planer zu tun hat, das ist eine gänzlich andere Frage.

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25.07.2016 14:12 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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Wie ich schon schrieb : diese Diskussion gehört eigentlich in den Bereich Philosophie; denn die sogenannten "Naturgesetze" bedürfen eines Universums, in dem sie gelten können und stehen nicht vor dessen Existenz fest.
Somit ist gar nichts "von vorneherein festgeschrieben", ebensowenig wie sich die
Behauptung aufstellen läßt, daß besagte Naturgesetze mit Sicherheit unveränderlich sind und überall Gültigkeit besitzen.

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29.07.2016 22:36 Offline | EMail | suchen | Freundesliste | Portal
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quote:
Original von nicolai
Wie ich schon schrieb : diese Diskussion gehört eigentlich in den Bereich Philosophie; denn die sogenannten "Naturgesetze" bedürfen eines Universums, in dem sie gelten können und stehen nicht vor dessen Existenz fest.
Somit ist gar nichts "von vorneherein festgeschrieben", ebensowenig wie sich die
Behauptung aufstellen läßt, daß besagte Naturgesetze mit Sicherheit unveränderlich sind und überall Gültigkeit besitzen.


Philosophie? Nein, das gehört in den Bereich Reduktionismus.

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"Man fragt sich nur besorgt, was die Sowjets anfangen werden, nachdem sie ihre Bourgeois ausgerottet haben.“
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