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Zum Ende der Seite springen Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik
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 Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 21.01.2014 18:27
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 21.01.2014 22:11
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik Ramon 30.01.2014 19:59
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 30.01.2014 20:12
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 28.01.2014 20:33
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 06.02.2014 22:30
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 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik Ramon 08.02.2014 19:15
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 08.02.2014 19:57
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 15.02.2014 18:33
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 22.02.2014 19:17
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 22.02.2014 21:33
 Scat-Gesang ALO Atheist 18.06.2014 17:17
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik Ramon 23.02.2014 09:52
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik Ramon 16.03.2014 10:47
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 22.03.2014 18:51
 John Barry: Somewhere in Time ALO Atheist 01.07.2014 18:48
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik Ramon 23.03.2014 17:14
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik ALO Atheist 23.03.2014 19:15
 RE: Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik Ramon 23.03.2014 20:56
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ALO Atheist
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Was hörst du gerade? Rubrik: Filmmusik



FILMMUSIK
mit Kommentaren




Nein, das Folgende ist nicht Soundtrack aus den USA, sondern Filmmusik aus Europa komponiert 1964 von Robert Mellin und Gian Piero Reverberi für den Abenteuervierteiler "Robinson Crusoe" (Deutschland, Frankreich; Musik auch England).

Die Orchester-Suite: youtube.com/watch?v=55jpOSifpzA

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21.01.2014 18:27 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Mitunter lässt sich ein großer Filmkomponist für einen Film einspannen - höchste Erwartungen an ihn -, dessen Drehbuch - die Umsetzung gleich außen vor gelassen - das Papier nicht wert ist, auf dem es geschrieben wurde - Sparschwein bei den Darstellern inklusive. So ein Fall ist der grottenschlechte US-Film "Mission to Mars" aus dem Jahr 2000 - der Regisseur hat schon bessere Filme gemacht -, für den der italienische Komponist Ennio Morricone eine hervorragende Klangkulisse geschaffen hat - im Prinzip für einen Blockbuster bestens geeignet.

Ich kenne den gesamten Soundtrack. Bei aller Kritik, die mir nicht zusteht: Das wunderbare Hauptthema der Streicher in rhythmisch-harmonischer Korrespondenz mit den Hörnern - hätte eventuell zusätzlich rhythmisch spritziger mit Klavier und Perkussion unterlegt werden können, aber nicht unbedingt - hätte man gerade hier bei Filmmusik eventuell besser gleich an den Beginn gesetzt - auf den eigentlichen Ohrwurm wartet das ungeduldige Mainstream-Film-Publikum Minuten und minutenlang. Wenn man bei Filmmusik das Hauptthema, so gut es sein mag, falsch einsetzt, hat das Publikum die Toilette absolviert, bevor es kommt.

Fazit: Die Filmmusik ist ebenso langatmig gut wie der Film langatmig schlecht ist.

So ein Missgeschick kann bei einem Kollektiv wie einer Filmproduktion passieren; was dennoch bleibt, ist die Musik von Ennio Morricone - eine Art symphonische Weltraum-Dichtung: youtube.com/watch?v=HZkta5p6qQE

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21.01.2014 22:11 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Es gibt eigentlich nur einen Punkt, wo ich Dir widersprechen muss. Maestro Ennio Morricone, dessen Musik ich nun schon seit fast dreißig Jahren lausche, hat Hollywood (eigentlich die gesamte Art, wie in Amerika Filme gemacht werden) nie wirklich verstanden. Kein amerikanischer Blockbuster hätte mit dieser Musik etwas anfangen oder erzählen können. Seine Musik, die Du vollkommen richtig, als Weltraum-Dichtung tituliert hast, findet im ganzen Film keinen Charakter und keinen Darsteller, dem sie etwas hätte geben können. Die Musik fliegt zum Mars, aber der Film bleibt in Utah oder Arizona, oder wo sonst roter Sand zu finden ist, stecken.

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30.01.2014 19:59 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Korrekt! Oder - zynisch gesagt - im Death Valley -, das ich besucht habe und dort Vieles, nur nicht den Soundtrack zu "Mission to Mars" gefunden habe. Diese Filmmusik ist ein symphonisches und perfekt komponiertes Klanggemälde für einen - etwaig - ebenso perfekt gelungenen Film. Wenn das nicht zusammen kommt, so bleibt die wunderbare Musik von Ennio Morricone erhalten, während der Film an sich - zu Recht - kaum noch Beachtung findet.

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30.01.2014 20:12 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Nicht alle Regisseure wünschen einen dominanten Filmkomponisten - wie beispielsweise Ennio Morricone -, der aus einem Film gleichsam ein Klanggemälde macht. Der französische Regisseur Eric Rohmer verwendet bei dem Film "Ma nuit chez Maud" ("Meine Nacht bei Maud", 1969, mit Jean-Louis Trintignant und Françoise Fabian) überhaupt keine Filmmusik, auch nicht im Vorspann - kein Ton -, aber im Film ist kurz Musik von Mozart zu hören, wenn die Protagonisten ein Mozart-Konzert besuchen. Eric Rohmer legt Wert auf Realismus und ist ein sehr naturalistischer Regisseur, der Szenen mitunter in Echtzeit bringt - Beispiel (aus einem anderen Rohmer-Film): Ein Mann ist minutenlang zu sehen, wie er auf der Straße geht, dann geht er in ein Haus, steigt die Treppe hoch, sperrt eine Türe auf, legt den Mantel ab, geht in die Küche, öffnet den Kühlschrank, nimmt eine Flasche Milch heraus, öffnet sie, trinkt daraus, verschließt die Milchflasche, stellt sie zurück in den Kühlschrank, schließt den Kühlschrank, sonst tut sich gar nichts. Diese Szene dauert etwa 10 Minuten. Man hört ausschließlich naturalistische Geräusche wie vorbeifahrende Autos oder das Klingeln eines Schlüsselbunds - den Soundtrack zu diesem Film wird man vergeblich suchen.

Für den Film "Jackie Brown" aus dem Jahr 1997 ließ der Regisseur Quentin Tarantino keine Filmmusik schreiben, verwendet aber bereits vorhandene Musik sowohl im Vorspann als auch im Film, bespielsweise wenn die Protagonistin einem Freund ihren Lieblingssong auf dem Plattenspieler vorspielt und zu Recht meint, dass heute die CDs einfach nicht mehr so gut klingen - The Delfonics: "Didn't I (Blow Your Mind This Time)" aus dem Jahr 1970: youtube.com/watch?v=BvsVVexIYtY

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28.01.2014 20:33 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Ein Filmkomponist hat die Aufgabe, sowohl für den Film an sich - der auf einem Drehbuch basiert, das neben Handlung, Dialogen, Monologen, Regieanweisungen auch feste Charaktere umfasst - als auch auf die vom Produzenten und dem Regisseur engagierten Schauspieler zugeschnittene Musik zu schaffen. Zudem gibt es bei einer Filmproduktion neben zeitlich strengen Vorgaben für die Fertigstellung samt Instrumentation und Orchester-Einspielung auch strenge zeitliche Vorgaben, was den Sound für einzelnen Szenen des Films anbelangt. Und der Sound muss dem Publikum ins Ohr gehen und auf der emotionalen Ebene greifen. Insgesamt, keine leichte Aufgabe.

Unter den vielen guten Filmkomponisten sei jetzt einer hervorgehoben, der einen Film samt dessen Fortsetzungen mit seiner Musik unvergesslich gelungen untermalte und zum Erfolg Wesentliches beitrug: Der US-amerikanische Filmkomponist Bill Conti mit seiner Musik zur Rocky-Filmreihe - hier seien vor allem die Filme "Rocky" von 1976 und "Rocky II" von 1979 hervorgehoben. 1977 war Bill Conti mit "Rocky" für den Oscar in der Kategorie "Bester Original Song" nominiert.

Bill Conti schaffte es, den Soundtrack zu "Rocky" einerseits homogen und andererseits auch erfrischend heterogen zu gestalten, beispielsweise, wenn er sein bekanntes Action-Thema für den Boxer-Film für Klavier und Orchester sanft und sensibel arrangiert - wenn es um das Privatleben des Protagonisten die Liebe betreffend geht - oder weich, kammermusikalisch für Streicher.
Kaum ein Schauspieler wird mit ganz bestimmter Filmmusik so sehr assoziiert, wie Sylvester Stallone mit der Musik zu "Rocky".



Ich habe es als Teenager nicht bereut, mir auf LP sowohl den Soundtrack zu "Rocky" als auch den zu "Rocky II" zuzulegen. Hier der gesamte Soundtrack zu "Rocky" (gemeint ist der 1. Film bzw. Originalfilm): youtube.com/watch?v=JkLrvJQ_lJU

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06.02.2014 22:30 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Aus "Rocky II" die oben angesprochene ruhige Version des Hauptthemas für Klavier und Orchester: Zuerst Harfe und Orchester, dann greift sanft das Klavier ein - eine überaus gelungene Variation des Hauptthemas, die sich perfekt in das musikalische Gesamtkonzept einfügt: youtube.com/watch?v=C--7WX-9_Xk

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Jerry Goldsmith - First Knight

Wunderbarer Orchesterbombast mit Ohrwurmgarantie. Und Julia Ormond sieht ja ohnehin...... Augenzwinkern
http://www.youtube.com/watch?v=_xG4voeo-fo

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08.02.2014 19:15 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Von Bill Conti's "Rocky" und Jerry Goldsmith's "First Knight" wage ich den Sprung zur Komödie.

Wie oben schon erwähnt, soll Filmmusik idealerweise auch konkret auf die engagierten Schauspieler zugeschnitten sein. Wie das ein Filmkomponist macht, ist seine Sache, und mancher hatte dabei besonderes Glück.



Als Burt Bacharach 1967 den Auftrag hatte, den Soundtrack zu der James-Bond-Parodie "Casino Royale" zu komponieren - in der sehr viele, vor allem männliche Stars mitspielen (Peter Sellers als James Bond 007, David Niven als Sir James Bond, Woody Allen als Jimmy Bond und als Bond-Gegenspieler und ultimativer Bösewicht Dr. Noah, weiters Orson Welles, William Holden, John Huston, Jean-Paul Belmondo und Peter O’Toole) -, saß er am Abend, wie er erzählte, mit der weiblichen Hauptdarstellerin, dem Bond-Girl Ursula Andress in einer Bar und sah tief in ihre Augen ...



... und hatte den musikalischen Einfall zu dem Song "The Look of Love", der von Dusty Springfield gesungen einer der Highlights des Soundtracks und bald auch zu einem Jazzstandard wurde.

"The Look of Love" von Burt Bacharach (Text: Hal David) war 1968 für den Oscar in der Kategorie "Bester Song" nominiert, der ging allerdings an "Talk to the Animals" aus "Doktor Dolittle".

Hier der Song "The Look of Love" gesungen von Dusty Springfield aus dem Original-Soundtrack - in hervorragender Stereo-Tonqualität: youtube.com/watch?v=MPkp-pCJYCc

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Wie oben erwähnt, ging 1968 der Oscar in der Kategorie "Best Original Song" nicht an "The Look of Love" von Burt Bacharach, sondern an "Talk to the Animals" aus dem Filmmusical "Doktor Dolittle". Im Film wird der Song "Talk to the Animals", von dem englischen Komponisten und Songtexter Leslie Bricusse, von Rex Harrison (Doktor Dolittle) gesungen. Während der Filmproduktion mochte den Song noch keiner so richtig.

Sammy Davis, Jr., für den Leslie Bricusse die beiden Hits "What Kind of Fool Am I?" und "The Candy Man" schrieb, zeigt live, was der Song "Talk to the Animals" so alles hergibt, wenn man ihn mit Power erfüllt und rockig-spritzig singt bzw. artikuliert: youtube.com/watch?v=UhQgwcTsdWE

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Zwei Jahre nach "Casino Royale" schrieb Burt Bacharach die Musik zu der Western-Komödie "Butch Cassidy and the Sundance Kid" (mit Paul Newman, Robert Redford und Katharine Ross) und ließ sich bei der Oscar-Verleihung 1970 für 1968, wo er leer ausging, insofern entschädigen, als er gleich zwei Oscars in Empfang nahm: einen in der Kategorie "Best Original Song" für "Raindrops Keep Fallin’ on My Head" und einen für die beste Filmmusik des Jahres. Dieser heitere Western hatte die meisten Kino-Besucher des Jahres - mehr als der damalige James-Bond-Film.

In einer Szene des Films werden die "Zwei Banditen" (so der deutschsprachige Titel) in Bolovien, wohin sie geflüchtet sind, Hügelchen runter, Hügelchen rauf von einigen berittenen, uniformierten Polizisten verfolgt. Die beiden Protagonisten sind auf einen Baum geklettert, schießen ein paar Mal in Richtung der anreitenden Polizei, die macht sofort kehrt und reitet ebenso schnell Hügelchen runter, Hügelchen rauf wieder zurück - die beiden Helden meinen erfreut, das sei ja wie in alten Tagen.

Bacharach wählte für diese Szene den Scat-Gesang - Singen von rhythmischen und melodischen Silbenfolgen ohne Wortbedeutung -, ähnlich wie beim A-cappella-Oktett "Swingle Singers", mit Klavier und Perkussion und setzt bei der Kehrtwende der Polizisten die Wiederholung. Das Ergebnis ist eine der witzigsten Szenen des Films, die Komposition heißt "South American Getaway", der Klavier-Rhythmus ist eine Anspielung auf den 5/4-Takt von "Take Five" (Dave Brubeck): youtube.com/watch?v=HSbyuDCycZQ

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Da gelungene Filmmusik etwas hergibt: 12 Cellisten der Berliner Philharmoniker spielen ein Arrangement von "South American Getaway" von Burt Bacharach: youtube.com/watch?v=w3buJfM7-CA

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Anne Walsh singt die Komposition "South American Getaway" von Burt Bacharach aus dem Film "Butch Cassidy and the Sundance Kid" - siehe oben - in einem jazzigen Arrangement für Solo-Sopran und Background-Sänger - fein gekonnter Scat-Gesang: youtube.com/watch?v=AX6rrZFv3O4

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Und so hört es sich an, wenn Affen auf Menschenjagd gehen.
http://www.youtube.com/watch?v=YB-VevOGzog

Jerry Goldsmith - Planet der Affen

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Jerry Goldsmith - Bandolero!

Fast schon ein Italiener, aber immer noch ein echter Goldsmith.
https://www.youtube.com/watch?v=zdrbBI4eyUU
https://www.youtube.com/watch?v=BI5AZYyKeWc

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1934 komponierte der russische Komponist Sergei Rachmaninov 24 Variationen über ein Thema von Niccolò Paganini - aus dem letzten seiner 24 Capricci für Solovioline - für Klavier und Orchester: die "Rhapsodie über ein Thema von Paganini".

Die schöne 18. Variation daraus wurde besonders populär - hier mit Klavierauszug (für 2 Klaviere) zum Mitlesen: youtube.com/watch?v=hg76YTPpgcs



Für den Film "Somewhere in Time" aus dem Jahr 1980 (mit Christopher Reeve und Jane Seymour) verwendete der aus England stammende Filmkomponist John Barry die 18. Paganini-Variation von Rachmaninov, steuerte aber auch eigene musikalische Ideen bei - hier der komplette Original Soundtrack: youtube.com/watch?v=up7fkvkfDXk

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John Barry: Somewhere in Time antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Link-Aktualisierung:

Gesamter Original-Soundtrack des Films "Somewhere in Time" beginnend mit der 18. Paganini-Variation von Rachmaninov, der Rest stammt von John Barry - Info siehe oben: youtube.com/watch?list=PLCD367A9F8DCD4B83&v=FVWPkKFOm6w

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https://www.youtube.com/watch?v=yqG4i3zuX48

Bernard Herrmann - The Ghost and Mrs. Muir

Der Maestro dirigiert das CBS Symphony Orchestra

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Bleiben wir gleich bei dem US-amerikanischen Komponisten Bernard Herrmann, der bei seiner Musik für den Film "Psycho" aus dem Jahr 1960 von Alfred Hitchcock ausschließlich Streichinstrumente verwendete. Hitchcock meinte, dass der Film ein Drittel seiner Wirkung dem Score von Bernard Herrmann zu verdanken habe.

Ich würde sagen, in manchen Szenen, was allein die emotionale Wirkung auf das Publikum anbelangt, die Hälfte.



Ursprünglich wollte Hitchcock die "Duschszene" ohne Musik und nur mit einem Schrei von Marion Crane unter der Dusche. Bernard Herrmann schrieb jedoch ein stakkatohaftes Streicherstück, in dem die Violinen hohe schrille "Schreie" spielen. Hier wurde durch Filmmusik innovativ ein neuer Klang erzeugt, und immer wieder musste dabei experimentiert werden, bis die Musiker die "Schreie" wirklich schrill und durchdringend genug spielten. Hitchcock war von diesen Streicher-"Schreien" so begeistert, dass er Herrmanns Gage verdoppelte.

Die "Duschszene" mit der Ermordung von Marion Crane unter der Dusche dauert etwa 2 Minuten, der tatsächliche Mord 45 Sekunden. Es erklingen zunächst die Streicher-"Schreie", dann mischt sich der Schrei von Marion Crane hinzu - Szene in sehr guter Bild- und Tonqualität: youtube.com/watch?v=xWHYmNrAFlI

Wenn Norman Bates (gespielt von Anthony Perkins) den dunklen Kellerraum betritt und mit einem erhobenen Messer versucht, auch Lila Crane zu ermorden, hört man zunächst den Schrei von Lila, der gleich von den Streicher-"Schreien" abgelöst wird, wodurch der menschliche natürliche Schrei in einen die Psyche pulsierend durchdringenden und künstlich gesteigerten übergeht.

Hier ist der menschliche Schrei in der Schlüsselszene des Films von der Auflösung bestimmt, dass Frau Bates - die Mutter von Norman Bates - nur noch eine verfaulte Leiche ist, deren Kleider samt Perücke sich Norman als Transvestit bedient, um sie künstlich am Leben zu erhalten.

Der menschliche Schrei beim Anblick von Frau Bates verfaultem Gesicht mit direktem Übergang zum künstlich gesteigerten "Geschrei" der Violinen, wenn ihr Sohn Norman in Frauenkleidern seiner toten Mutter Lila zu erstechen droht - wieder sehr gute Bild- und Tonqualität: youtube.com/watch?v=0WtDmbr9xyY

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Wäre es nicht einfacher für Dich, wenn Du gleich den zitierten Wikipedia-Artikel einfügen würdest? Das würde Dir einige Zeit sparen, und bei uns nicht den Eindruck erwecken, das alles wäre Deiner musikalischen Feder entsprungen. Augenzwinkern

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