Freidenker Community
Homepage Zur Startseite Zum Portal Registrierung Suche Mitgliederliste Teammitglieder Häufig gestellte Fragen Dateiablage Linkliste
Freidenker Community » Freidenkerthemen » Wissenschaft und Weltanschauung » Gigantomanie und Katastrophe: Titanic, Hindenburg ... » Hallo Gast [Anmelden|Registrieren]
Letzter Beitrag | Erster ungelesener Beitrag Druckvorschau | An Freund senden | Thema zu Favoriten hinzufügen
Seiten (4): « erste ... « vorherige 2 3 [4] Neues Thema | Antworten
Zum Ende der Seite springen Gigantomanie und Katastrophe: Titanic, Hindenburg ...
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
« Vorherige Seite
 Wo lagen die "Fehler" beim Bau der Titanic? ALO Atheist 21.08.2018 18:33

Autor
Beitrag « Vorheriges Thema | Nächstes Thema »
ALO Atheist
Moderator


images/avatars/avatar-252.jpg

Dabei seit: 19.03.2010
Beiträge: 1.852

Themenstarter Thema begonnen von ALO Atheist
Pfeil Wo lagen die "Fehler" beim Bau der Titanic? antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Wo lagen die "Fehler" beim Bau der Titanic?


Nach wie vor versuchen Wissenschaftler, so viel wie möglich über die Ursachen des Untergangs der RMS Titanic herauszufinden. Und jüngste Forschungen am Wrack der Titanic in 3803 Metern Tiefe brachten neue, interessante Erkenntnisse zutage, da weitere wichtige Teile des Schiffs entdeckt und analysiert werden konnten. Durch Simulationen im Labor der Kollision der Titanic mit dem Eisberg, indem man einen Teil des Rumpfes der Titanic originalgetreu mit dem damals verwendeten Stahl nachbaute, um die Belastungsgrenze des Stahls herauszufinden, kam man zu dem Ergebnis, dass sich der Stahl der Titanic ab einer Spannung von etwa 4,5 Tonnen allmählich zu verbiegen beginnt.

Der Rumpf der Titanic bestand aus 2000 2,5 Zentimeter dicken Stahlplatten und 3 Millionen Eisennieten, die diese zusammenhielten. Es wurde dreifach genietet, aber auch zweifach.




Photo: NIST - National Institute of Standards and Technology

Harland & Wolff Shipyard in Belfast, Ireland, 1911, Bau der RMS Titanic


Dort, wo die Nietung dreifach war, hielt der Rumpf dem Druck des Eisbergs vermutlich weitestgehend stand, wo nur doppelt genietet wurde, platzten die Nähte auf. Der Rumpf der Titanic wurde durch den Eisberg bekanntlich nicht über eine Länge von 90 Metern aufgeschlitzt, wie lange Zeit angenommen worden war^1 - das konnte auch gar nicht sein, zumal Eis Stahl nicht zu schneiden vermag -, sondern verformt, eingedrückt, die Stahlplatten begannen sich an bestimmten Stellen zu verbiegen, wodurch einige Nietenreihen absprangen und sechs kleinere Lecks, die zusammen umgerechnet maximal einen Quadratmeter umfassten, entstanden, durch die Wasser in das Schiff eindrang. Diese Nietenreihen waren wahrscheinlich nur doppelt genietet und zudem war die Qualität der Nieten unzureichend.




Eisennieten der RMS Titanic


Bereiche aus Schlacke unter den Nietenköpfen ließen die Nietenköpfe bei einer Belastung von vermutlich mindestens 15 Tonnen durch den Eisberg - wie groß diese durch den Eisberg erzeugte Spannung wirklich war, wird sich nie beantworten lassen - abspringen; die Eisennieten zerbrachen aufgrund des großen Drucks und der mangelhaften Eisenqualität.

Dennoch gehen Wissenschaftler heute nicht davon aus, dass der Untergang der Titanic durch ausschließlich Dreifach-Nietungen und eine bessere Qualität der Nieten abzuwenden gewesen wäre, vielmehr wäre das Schiff erst einige Stunden später gesunken und alle Passagiere hätten noch rechtzeitig gerettet werden können.

Tatsache ist, dass die Titanic nicht gesunken wäre, wenn lediglich die wasserdichten Abteile auf der unteren Ebene des Rumpfes der Titanic geflutet worden wären. Nachdem durch die sechs kleineren Lecks Wasser in sechs und darunter auch höher gelegene Abteile einzudringen begonnen hatte und auch Kesselraum Nr. 6 betroffen gewesen war, begann das Wasser in weitere Abteile überzuschwappen und der Untergang des Schiffs war unabwendbar nur noch eine Frage der Zeit. Im Umkehrschluss hätte man somit sämtliche Abteile des Rumpfes unterhalb der Wasserlinie der Titanic mit bis an die Decke reichenden Wänden wasserdicht machen müssen, um das Schiff tatsächlich als "unsinkbar" bezeichnen zu können.



^1 Hier hatte sich ein Augenzeugenbericht nachträglich als falsch herausgestellt.
21.08.2018 18:33 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
Seiten (4): « erste ... « vorherige 2 3 [4] Baumstruktur | Brettstruktur
Gehe zu:
Neues Thema | Antworten
Freidenker Community » Freidenkerthemen » Wissenschaft und Weltanschauung » Gigantomanie und Katastrophe: Titanic, Hindenburg ...

Forensoftware: Burning Board 2.3.6, entwickelt von WoltLab GmbH | Impressum