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Zum Ende der Seite springen Was hörst du gerade? Rubrik: Klassische Musik
Beiträge zu diesem Thema Autor Datum
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 RE: Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 - Celibidache Ramon 25.02.2018 13:55
 Mozart: Requiem - Celibidache ALO Atheist 28.02.2018 19:03
 Dmitri Shostakovich: Lady Macbeth von Mzensk ALO Atheist 29.04.2018 14:14
 Dmitri Shostakovich: Katerina Ismailowa ALO Atheist 12.05.2018 13:41
 Dmitri Shostakovich: The Gadfly ALO Atheist 19.05.2018 14:29
 Prokofiev: Klavierkonzert Nr. 3 - Yuja Wang ALO Atheist 09.06.2018 19:30
 Khatia Buniatishvili: Waldkonzert ALO Atheist 16.06.2018 13:21
 Tchaikovsky: Klavierkonzert Nr. 1 - Khatia Buniatishvili ALO Atheist 08.07.2018 14:22
 Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 - Alice Sara Ott ALO Atheist 14.07.2018 15:36
 Ravel: Klavierkonzert in G-Dur - Hélène Grimaud ALO Atheist 05.08.2018 16:18

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Ramon Ramon ist männlich
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RE: Robert Schumann: Symphonie Nr. 4 - Celibidache antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Zitat:
Original von ALO Atheist

Ein Dirigent braucht sich beim Orchester und dem Publikum nicht anzubiedern, er wird ausschließlich am Ergebnis gemessen. Das mag bei bestimmten Berufsgruppen vielleicht anders sein, aber ein Dirigent ist weder ein Politiker, der Sympathiepunkte sammeln muss, um Wahlen gewinnen zu können, noch ein Hollywood-Schauspieler. Georg Solti beispielsweise galt als rücksichtsloser Dirigent, der einzelne Orchestermusiker aus dem Orchester entfernen und durch andere ersetzen ließ, wenn sie eine Stelle beim dritten Mal immer noch nicht so spielten, wie er es von ihnen verlangt hatte. Einmal hatte er die Stimme einer Sängerin nachhaltig ruiniert, weil er von ihr verlangt hatte, auf völlig ungewöhnliche und stimmschädigende Weise zu singen. Auch Sergiu Celibidache war kein angenehmer Dirigent. Aber er hat ein Werk zu hundert Prozent eigenständig durchdacht, scherte sich nicht um andere Interpretationen des Werks und schon gar nicht um den Mainstream-Publikumsgeschmack. Dirigenten machen sich dann beliebt, wenn sie nicht zu streng sind und Kompromisse schließen. Dann sind sie beliebt, aber unbedeutend, und die Orchestermusiker haben ein schönes Leben. Mittelmäßigkeit ist der Tod der Kunst.


Nun gut, gegen deine latenten Probleme mit der Politik, der Demokratie und demokratisch-gewählten Politikern, hab ich natürlich auch kein Heilmittel. Dass dir da, um deine diesbezügliche Abneigung zu stützen, ausgerechnet Goethe, der gerne mal ein Loblied auf den Absolutismus hat anstimmen mögen, das Panier schon halten hat dürfen, sagt ja ohnehin einiges aus. Und was den Mainstream anbelangt, so muss ich deswegen, um ihn nicht zu bedienen, nicht zum Ekelpaket verkommen, wo sich fast jeder Musiker, der unter mir zu leiden hat, das Ende meines Engagements herbeisehnt. Es hat natürlich immer schon Leute gegeben, die da, wo sie das Genie vermuteten, alles, auch noch die größten Charakterschwächen, als zum Genie gehörend akzeptierten. Der miese Charakter wurde und wird gar als Grundlage und Grundvoraussetzung des Genies angesehen. Ich hab Herrn Celibidache, den ich bestenfalls als unfreundlichen Handwerker bezeichnen möchte, in München miterleben dürfen, und er hat mir dabei, durch seine gefühllosen und emotionslosen Dirigate, die Münchner Philharmoniker, mit dessen Musikern ich regelrecht mitgelitten habe, für lange Zeit verdorben. Gut war nur, dass die Musiker, was ich ihnen jederzeit nachsehen konnte, die ganze Sache immer möglichst schnell hinter sich bringen wollten.

__________________
"Man fragt sich nur besorgt, was die Sowjets anfangen werden, nachdem sie ihre Bourgeois ausgerottet haben.“
Sigmund Freud


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25.02.2018 13:55 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Mozart: Requiem - Celibidache antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Zitat:
Original von Ramon

Ich hab Herrn Celibidache, den ich bestenfalls als unfreundlichen Handwerker bezeichnen möchte, in München miterleben dürfen, und er hat mir dabei, durch seine gefühllosen und emotionslosen Dirigate, die Münchner Philharmoniker, mit dessen Musikern ich regelrecht mitgelitten habe, für lange Zeit verdorben.


Dass Sergiu Celibidache gerade bei der romantischen Musik die in der Partitur stehenden Diminuendi und Crescendi etwas seltsam auslegt und zu kurz kommen lässt, dass Dynamik bei ihm offenbar kaum eine Rolle spielt, dass ausgedehnte Spannungsbögen kaum zum Tragen kommen, sind berechtigte Kritikpunkte an seinem Dirigat. Dafür legt er höchsten Wert auf Transparenz, auf Klarheit beim Kontrapunkt, auf Feinheiten bei der Phrasierung und auf das, was seiner Ansicht nach zwischen den Notenzeilen und nicht in der Partitur steht. Ihn als "Handwerker"^1 zu bezeichnen, das wird ihm mit Sicherheit nicht gerecht. Man kann von Celibidache viel lernen, auch wenn man, wie ich, nicht immer seiner Meinung ist.




Wolfgang Amadeus Mozart: Requiem in d-Moll. Caroline Petrig (Sopran), Christel Borchers (Alt), Peter Straka (Tenor), Matthias Hölle (Bass), Philharmonischer Chor München, Münchner Philharmoniker, Dirigent: Sergiu Celibidache - 1995:
youtube.com/watch?v=_9vuUJcUbkE


^1 Vielleicht finden es manche lustig, einen Dirigenten als "Handwerker" zu bezeichnen, da er bei seiner Berufsausübung in rein körperlicher Hinsicht vornehmlich seine bloßen Hände mit oder ohne Dirigentenstab zum Einsatz bringt. Von mir stammt dieser Vergleich nicht.
28.02.2018 19:03 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Dmitri Shostakovich: Lady Macbeth von Mzensk antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

1934 wurde im Michailowski-Theater von Sankt Petersburg die in den Jahren 1930 bis 1932 geschriebene Oper "Lady Macbeth von Mzensk" von Dmitri Shostakovich uraufgeführt. Sie stand letztes Jahr bei den Salzburger Festspielen in einer Inszenierung von Andreas Kriegenburg ebenso auf dem Spielplan wie in einer Inszenierung von Harry Kupfer in der Bayerischen Staatsoper.



Dmitri Shostakovich: Lady Macbeth von Mzensk

Musik: Dmitri Shostakovich

Libretto: Alexander Preys (nach der gleichnamigen Novelle von Nikolai Leskov)

Besetzung:

Nina Stemme: Katerina Lwowna Ismailowa
Evgenia Muraveva: Katerina Lwowna Ismailowa
Dmitry Ulyanov: Boris Timofejewitsch Ismailow
Maxim Paster: Sinowi Borissowitsch Ismailow
Brandon Jovanovich: Sergej
Evgenia Muraveva: Aksinja / Zwangsarbeiterin
Andrei Popov: Der Schäbige
Oleg Budaratskiy: Hausknecht / Wächter
Igor Onishchenko: Mühlenarbeiter
Vasily Efimov: Kutscher / Lehrer
Stanislav Trofimov: Pope
Alexey Shishlyaev: Polizeichef
Valentin Anikin: Polizist / Sergeant
Ksenia Dudnikova: Sonjetka
Andrii Goniukov: Alter Zwangsarbeiter
Gleb Peryazev: Verwalter
Martin Müller: 1. Vorarbeiter
Oleg Zalytskiy: 2. Vorarbeiter / Betrunkener Gast
Ilya Kutyukin: 3. Vorarbeiter

Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor

Wiener Philharmoniker

Dirigent: Mariss Jansons

Regie: Andreas Kriegenburg

Salzburger Festspiele, 2017: youtube.com/watch?v=vL4kCaXODnc
29.04.2018 14:14 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Dmitri Shostakovich: Katerina Ismailowa antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



Dmitri Shostakovich mit dem österreichischen Komponisten, Pianisten, Musikpädagogen und Kritiker Joseph Marx (links im Bild) und dem österreichischen Komponisten, Dirigenten und Dichter Franz Salmhofer (rechts im Bild) im Juni 1953 in Wien


1864 nahm der russische Schriftsteller Nikolai Leskov einen Gerichtsfall zum Anlass, die Figur der Lady Macbeth aus Shakespeares Tragödie in die russische Provinzstadt Mzensk zu versetzen und eine düster-erotische, blutrünstig-mordbeladene Novelle unter dem Titel "Die Lady Macbeth aus dem Landkreis Mzensk" zu verfassen. 1930 griff der 24-jährige Dmitri Shostakovich diesen Stoff auf, um daraus zusammen mit dem Librettisten Alexander Preys eine Oper zu machen. Das 1934 in Sankt Petersburg (damals Leningrad) uraufgeführte Werk wurde mit Begeisterung aufgenommen, 1935 stand es auch in den USA auf dem Spielplan. Nachdem Joseph Stalin dieser Oper 1936 im Bolschoi-Theater beigewohnt hatte, ordnete er an, dieses Werk durch Zeitungskritiken zu vernichten: die Oper sei dekadent und formalistisch. Die Oper wurde nicht mehr aufgeführt, die Druckausgabe war verboten. Das war die Zeit, als Dmitri Shostakovich in seiner Wohnung gekleidet und mit gepacktem Koffer schlief, da er fürchtete, wie viele seiner Freunde von der Geheimpolizei Stalins mitten in der Nacht abgeholt und hingerichtet zu werden. Mehrmals wurde Shostakovich in die Geheimdienstzentrale vorgeladen, zu "Volksfeinden" befragt und eingeschüchtert. Jahre später, 1956, begann Shostakovich seine Oper "Lady Macbeth von Mzensk" umzuarbeiten, damit das Werk in Russland wieder auf die Bühne kommt; die scharfe Erotik in der Musik wurde entschärft, bei einer Sex-Szene wurde die Musik überhaupt gestrichen. 1963 wurde das vom Komponisten bearbeitete Werk unter dem neuen Titel "Katerina Ismailowa" in Moskau uraufgeführt. Bei den Proben zur Wiener Erstaufführung der Oper "Katerina Ismailowa" in der Wiener Staatsoper war Dmitri Shostakovich anwesend - es handelte sich um eine deutschsprachige Fassung der Oper - und der Komponist erlebte 1965 eine erfolgreiche Wiener Erstaufführung. Nach und nach gaben die Opernhäuser aber doch der ursprünglichen Fassung der Oper aus dem Jahr 1932 (Jahr der Fertigstellung) unter dem Titel "Lady Macbeth von Mzensk" den Vorzug und das Publikum dankte für diese Entscheidung.

Dmitri Shostakovich: Katerina Ismailowa Suite, op. 114a. Orchestre national du Capitole de Toulouse, Dirigent: Tugan Sokhiev: youtube.com/watch?v=UX1l8eIXR_E
12.05.2018 13:41 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Dmitri Shostakovich: The Gadfly antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



Dmitri Shostakovich (1906, Sankt Petersburg - 1975, Moskau)


Der 1897 in England und den USA erschienene Roman "The Gadfly" der englischen Schriftstellerin, Übersetzerin und Komponistin Ethel Lilian Voynich (1864 - 1960) wurde in der Sowjetunion (1922 gegründet) ein Bestseller und sogar Schullektüre. Bis 1960 wurden in der Sowjetunion 2,5 Millionen Exemplare verkauft. Die Autorin sah davon keinen Cent, ja, sie wusste gar nichts vom Erfolg ihres Buchs in der UdSSR. 1955 wurde der Roman von dem sowjetischen Regisseur Aleksandr Fajntsimmer verfilmt; Dmitri Shostakovich schrieb die Filmmusik.

Der turkmenische Musiker und Arrangeur Levon Atovmyan, ein Freund von Shostakovich, arrangierte die Partitur der Filmmusik zu einer Orchestersuite bestehend aus 12 Sätzen:

Overture
Contredanse
Folk Feast
Interlude
Barrel Organ Waltz
Galop
Introduction
Romance
Intermezzo
Nocturne
Scene
Finale

Dmitri Shostakovich: The Gadfly Suite, op. 97a. Tschaikowsky-Symphonieorchester des Moskauer Rundfunks, Dirigent: Vladimir Fedoseyev - 2001: youtube.com/watch?v=BWReGCOFCGo
19.05.2018 14:29 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Prokofiev: Klavierkonzert Nr. 3 - Yuja Wang antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Am 30. Mai 2018 trat die chinesische Pianistin Yuja Wang wieder sehr erfolgreich in Wien auf, diesmal im Wiener Musikverein mit Klavierwerken von Sergei Rachmaninoff, Alexander Skrjabin, György Ligeti und Sergei Prokofiev und sie gab auch zahlreiche Zugaben. Im nächsten Jahr gibt sie sechs Konzerte im Wiener Konzerthaus.




Yuja Wang, geb. 1987 in Peking


Sergei Prokofiev: Klavierkonzert Nr. 3 in C-Dur. Yuja Wang (Klavier), Lucerne Festival Orchestra, Dirigent: Claudio Abbado - 2009: youtube.com/watch?v=q4TyQ97Jcr0
09.06.2018 19:30 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Khatia Buniatishvili: Waldkonzert antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



Khatia Buniatishvili, geb. 1987 in Batumi, Georgien


2013 ließ sich die georgische Pianistin Khatia Buniatishvili ihren Konzertflügel in den Berliner Forsten aufstellen und gab ein sehr stimmungsvolles "Waldkonzert" mit einem ausgewählt bunten Programm von Johann Sebastian Bach über Frédéric Chopin, Johannes Brahms, Pyotr Ilyich Tchaikovsky, Alexander Skrjabin und Antonín Dvorák bis zu Claude Debussy, Maurice Ravel, Astor Piazzolla und Giya Kancheli: youtube.com/watch?v=eYlIk19CbBI
16.06.2018 13:21 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Tchaikovsky: Klavierkonzert Nr. 1 - Khatia Buniatishvili antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



Khatia Buniatishvili


Im Rahmen einer Konzertreihe anlässlich des 80. Geburtstags des weltberühmten, indischen Dirigenten und Musikdirektors des Israel Philharmonic Orchestra auf Lebenszeit Zubin Mehta trat der Stardirigent auch mit der georgischen Pianistin Khatia Buniatishvili auf, die in Tchaikovskys 1. Klavierkonzert den Solopart übernahm.

Pyotr Ilyich Tchaikovsky: Klavierkonzert Nr. 1 in b-Moll. Khatia Buniatishvili (Klavier), Israel Philharmonic Orchestra, Dirigent: Zubin Mehta - 11. April 2016: youtube.com/watch?v=zv5LeIkwPmg
08.07.2018 14:22 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 - Alice Sara Ott antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Eine weitere junge Pianistin, die den Sprung nach oben geschafft hat - und das war früher verdammt schwer und ist auch heutzutage verdammt schwer -, ist die deutsch-japanische Pianistin Alice Sara Ott. Sie studierte am Salzburger Mozarteum und gewann bereits mit 15 Jahren einen internationalen Klavierwettbewerb. Sie spielte unter Lorin Maazel mit den Münchener Philharmonikern - Ravels Klavierkonzert in G-Dur - ebenso wie unter Thomas Hengelbrock mit den Münchener Philharmonikern - Klavierkonzert Nr. 1 von Franz Liszt und Klavierkonzert Nr. 1 von Pyotr Ilyich Tchaikovsky. Weiters trat sie unter anderen auch mit den Dirigenten Gustavo Dudamel, Charles Dutoit, Myung-Whun Chung und Paavo Järvi auf und spielte mit dem Los Angeles Philharmonic Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem Royal Philharmonic Orchestra, dem London Symphony Orchestra und den Wiener Symphonikern.

Am 12. Jänner 2019 spielt sie im Mozart-Saal des Wiener Konzerthauses Klavierwerke von Debussy, Chopin, Satie und Ravel, am 8. und 10. März 2019 Beethovens Klavierkonzert Nr. 3 im Wiener Musikverein, mit diesem Werk ist sie am 11. März 2019 auch im Festspielhaus St. Pölten zu erleben.




Alice Sara Ott, geb. 1988 in München


Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll. Alice Sara Ott (Klavier), Orchestre Philharmonique de Radio France, Dirigent: Mikko Franck - Paris, 27. Jänner 2018: youtube.com/watch?v=PM0HqmptYlY
14.07.2018 15:36 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Pfeil Ravel: Klavierkonzert in G-Dur - Hélène Grimaud antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Bei seiner Konzertreise durch die USA wurde Maurice Ravel mit dem Jazz konfrontiert und war von diesem Musikstil begeistert. Von 1929 bis 1931 schrieb Ravel sein Klavierkonzert in G-Dur und ließ in den 1. und 3. Satz Jazz-Elemente einfließen. Der ruhige 2. Satz im Stil des Neoklassizismus wird durch eine fließende Melodie des Klaviers eröffnet, und als Ravel gefragt wurde, wie ihm denn diese wunderbare Melodie eingefallen sei, antwortete er ironisch: "Das habe ich alles von Mozart abgeschrieben."




Hélène Grimaud, geb. 1969 in Aix-en-Provence, Frankreich


Nachdem die französische Pianistin Hélène Grimaud Ravels Klavierkonzert in G-Dur bereits mehrfach exemplarisch interpretiert hatte, fand sie unter dem Dirigenten Paavo Järvi einen neuen, sehr interessanten Zugang zu diesem Werk.

Maurice Ravel: Klavierkonzert in G-Dur. Hélène Grimaud (Klavier), Orchestre de Paris, Dirigent: Paavo Järvi - Philharmonie de Paris, 14. Jänner 2015: youtube.com/watch?v=DY6NGF0nnsQ
05.08.2018 16:18 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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