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Zum Ende der Seite springen Was hörst du gerade? Rubrik: Klassische Musik
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 Leonard Bernstein: Divertimento for Orchestra ALO Atheist 23.12.2017 10:47
 György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester ALO Atheist 23.12.2017 12:17
 György Ligeti: Mysteries of the Macabre ALO Atheist 23.12.2017 18:13
 Schwierige Musiker ALO Atheist 25.12.2017 10:33
 Schwierige Musiker II ALO Atheist 26.12.2017 16:56
 Schwierige Musiker III ALO Atheist 27.12.2017 20:00
 Schwierige Musiker III (Glenn Gould) ALO Atheist 29.12.2017 12:29
 Schwierige Musiker III (Glenn Gould) ALO Atheist 30.12.2017 14:18
 Schwierige Musiker II (Sergiu Celibidache) ALO Atheist 02.01.2018 13:53
 Schwierige Musiker II (Sergiu Celibidache) ALO Atheist 05.01.2018 11:20
 Schwierige Musiker II (Sergiu Celibidache) ALO Atheist 06.01.2018 11:42
 Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 - Leonard Bernstein ALO Atheist 06.01.2018 14:19
 Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3 - Sergiu Celibidache ALO Atheist 13.01.2018 11:26
 Sergiu Celibidache dirigiert Wagner ALO Atheist 13.01.2018 12:19
 Wie wichtig ist der Dirigent? ALO Atheist 20.01.2018 09:59

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Pfeil Leonard Bernstein: Divertimento for Orchestra antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Für die 100-Jahr-Feier des Boston Symphony Orchestra 1980 komponierte Leonard Bernstein, der in Boston aufgewachsen war, die achtsätzige Auftragskomposition "Divertimento for Orchestra". Die dominierende Tonfolge H-C (in English B-C) des Werks steht für Boston centenary.




Leonard Bernstein: Divertimento for Orchestra. Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Dirigent: Leonard Bernstein - 1983. Zwei musikalische Kostproben:

II. Waltz (im 7/8-Takt): youtube.com/watch?v=p1N9vdXfYko

V. Turkey Trot (Allabreve-Takt und 3/4-Takt alternierend):
youtube.com/watch?v=FS1Xx1whEKc

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Pfeil György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



György Ligeti (1923, Siebenbürgen - 2006, Wien)


Als ich am 13. November 1988 im Wiener Konzerthaus im vorderen Parkett György Ligetis Konzert für Violoncello und Orchester, komponiert 1966, mit Heinrich Schiff (Violoncello) und dem Royal Concertgebouw Orchestra unter dem Dirigenten Riccardo Chailly genießen wollte, kam es zu einer mittleren Katastrophe. Das Cellokonzert hatte bereits begonnen und einige Konzertbesucher_innen hatten ihren vorwinterlichen Hustenreiz nicht rechtzeitig unter Kontrolle gebracht. Heinrich Schiff hörte auf zu spielen, der Dirigent brach das Konzert sofort ab. Das Husten ging allerdings weiter, bis ein älterer Herr von der Galerie laut herunterschrie: "Haut'sas auße, die deppat'n Huastara!" (Haut sie hinaus, die depperten Huster!). Dann war es plötzlich still, kein Husten mehr zu hören und das Cellokonzert konnte neu begonnen werden.

Ligetis Cellokonzert verlangt den Musikern äußerste Konzentration ab und dem Publikum aufmerksamstes Lauschen.

György Ligeti: Konzert für Violoncello und Orchester. Alexis Descharmes (Violoncello), Ensemble C Barré, Dirigent: Sébastien Boin - Théâtre de la Criée, Marseille, 2013: youtube.com/watch?v=x6JTX-jiY1A

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Pfeil György Ligeti: Mysteries of the Macabre antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



Die kanadische Sopranistin Barbara Hannigan, geb. 1971, singt György Ligetis "Mysteries of the Macabre"


"Mysteries of the Macabre" (1992). Drei Arien aus der Oper "Le Grand Macabre" (1978) von György Ligeti. Die Schlusstakte wecken Assoziationen mit der Schlussszene aus Puccinis "Tosca" - wenn man genau hinhört. Barbara Hannigan (Sopran), Göteborger Symphoniker - 2013: youtube.com/watch?v=sFFpzip-SZk

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Große Künstler können im Umgang mit anderen durchaus schwierig sein, manche haben auch ihre Extravaganzen wie der österreichische Pianist Friedrich Gulda, der mitunter nicht einfach zu händeln war. Als er einmal im Wiener Konzerthaus um 20 Uhr auftreten sollte, überlegte er es sich kurzfristig anders und ließ dem Publikum über Lautsprecher ausrichten, dass das Konzert erst um 21 Uhr beginne, und beglückte das Publikum eine Stunde lang über Lautsprecher mit einer seiner CD-Aufnahmen. Manche Konzertbesucher_innen meinten daraufhin, eine Gulda-CD könne man sich zu Hause auch anhören, fühlten sich von Gulda verarscht, gingen weg und kamen nicht wieder. Friedrich Gulda ließ bekanntlich über die Medien seinen Tod verkünden, um dann etwas später seine "Auferstehung" in einem Jazzlokal feiern zu lassen.

Der italienische Dirigent Carlo Maria Giulini, den ich persönlich kennenlernen durfte, stand für hohe, seriöse Professionalität und war ein echter "Sir". Wenn es bei den Proben auch noch so heiß war, er hätte nie sein Sakko ausgezogen oder seine Krawatte gelockert. Als es einmal durch den Wiener Singverein zu finanziellen Unstimmigkeiten bezüglich seiner Gage kam, sagte er auch bei Vorstandsgesprächen kein Wort dazu - man hätte das eventuell noch klären können - und blieb wie immer höflich, arbeitete aber fortan nie wieder mit dem Singverein zusammen. Opern dirigierte Giulini ab einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens überhaupt keine mehr, denn er wollte mit dem "Opernzirkus", wie er es nannte, nichts mehr zu tun haben.




Arturo Benedetti Michelangeli (1920, Brescia - 1995, Lugano)


Als ganz besonders schwierig galt aber der italienische Pianist Arturo Benedetti Michelangeli. Geringfügige Mängel bei den Vorbereitungen zu einem Konzert führten gleich zu einer Absage des gesamten Konzerts. Auf geringste Geräusche aus dem Publikum reagierte er mit äußerster Gereiztheit. Sein Anspruch auf absoluten Perfektionismus ging so weit, dass er, egal wo in der Welt er auftrat, nur auf seinem eigenen Konzertflügel spielte, der überallhin samt eigenem Klaviertechniker mitgenommen wurde. Benedetti Michelangeli verbeugte sich nur kurz oder gar nicht vor dem Publikum, denn das Publikum sollte sich eigentlich vor ihm verneigen - vor dem berüchtigt kritischen und hoch disziplinierten Wiener Publikum hatte er aber Respekt und so verbeugte er sich auch ordentlich. Ab einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens verweigerte er jeden öffentlichen Auftritt als Pianist und zog das Tonstudio dem Konzertsaal vor.

Zu den bevorzugten Komponisten von Benedetti Michelangeli zählten Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin, Robert Schumann, Franz Liszt, Claude Debussy und Maurice Ravel.

Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 5 in Es-Dur. Arturo Benedetti Michelangeli (Klavier), Wiener Symphoniker, Dirigent: Carlo Maria Giulini - Wiener Musikverein, 1979:^1 youtube.com/watch?v=e8OeXFvCph4

^1 Besser habe ich dieses Klavierkonzert noch nicht gehört.

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Sergiu Celibidache (1912, Roman - 1996, La Neuville-sur-Essonne)


Als eher schwierig galt auch der rumänische Dirigent und Musiklehrer Sergiu Celibidache, der einmal sagte, wer in der Früh beim Rasieren "Hänschen klein" pfeife, sei der Musik näher als jemand, der sich eine Konserve anhöre - gemeint waren Schallplatten, CDs etc. Über seine Schüler Claudio Abbado und Riccardo Muti sagte er, dass Abbado dumm und Muti faul sei. Er ging auf entschiedene Distanz zur kommerziellen Selbstvermarktung Herbert von Karajans und lehnte die Konserven produzierende Musikindustrie strikt ab, denn Musik lebe im Augenblick der Entstehung. Das Konzert der Bruckner 4. mit den Münchner Philharmonikern unter Sergiu Celibidache 1989 im Wiener Musikverein werde ich sicher nie vergessen. Dirigierte er in jungen Jahren mit exzentrischen, ausladenden Gesten, so konzentrierte sich seine Orchesterleitung in späteren Jahren vornehmlich auf Augenkontakte und sparsame Bewegungen, wobei selbst der Bewegung seines kleinen Fingers große Bedeutung zukam. Für Sergiu Celibidache war Musik untrennbar mit Philosophie verbunden und er entwickelte seine eigene musikalische Phänomenologie. Nachdem Sergiu Celibidache im Alter von 28 Jahren den 20-jährigen Arturo Benedetti Michelangeli am Klavier gehört hatte, gab er den Gedanken an eine eigene pianistische Karriere auf.

Maurice Ravel: Klavierkonzert in G-Dur. Arturo Benedetti Michelangeli (Klavier), London Symphony Orchestra, Dirigent: Sergiu Celibidache - Royal Festival Hall, London, 1982:

1. Satz: Allegramente: youtube.com/watch?v=Cq7O8QI3gt4

2. Satz: Adagio assai: youtube.com/watch?v=ftJ-gJ-l5HQ

3. Satz: Presto: youtube.com/watch?v=ySKtp9Pt6JM

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Glenn Gould (1932, Toronto - 1982, Toronto)


Der kanadische Pianist Glenn Gould zog sich gerne von der Öffentlichkeit zurück, um in Askese lebend ganz bei sich sein zu können und in Ruhe über Musik und Zeitströmungen zu reflektieren. In seinen Büchern empfahl er den "Beatles" ein Tonmessgerät, weil sie meistens falsch singen würden. Auf seinen langen Autofahrten machte er durch das Autoradio Bekanntschaft mit Songs von Petula Clark und entwickelte eine platonische Liebe zu ihr, die in philosophische Essays mündete. Wenn ihm bei seinen stundenlangen Telefongesprächen mit Freunden und Freundinnen nichts mehr einfiel, betätigte er die Klospülung, um zu fragen, wie dieser Sound am anderen Ende der Leitung angekommen sei. Wie auch Arturo Benedetti Michelangeli bevorzugte Glenn Gould seinen eigenen Konzertflügel auf Konzertreisen, pflegte aber am Flügel auf einem Spezialsessel ungewöhnlich tief zu sitzen. Auf seinen Konzertreisen hatte er einen Tauchsieder dabei, um vor Konzerten seine Hände entsprechend zu präparieren. Als er in Moskau unmittelbar vor seinem Auftritt gefragt wurde, ob das nicht schmerze, wenn er so lange seine Hände in siedendes Wasser eintauche, antwortete er ganz gelassen, indem er seine inzwischen roten Hände in die Höhe hielt: "Jetzt sind sie perfekt!" Einmal spielte er in Anwesenheit eines Freundes Edvard Griegs Klavierkonzert in a-Moll in einem Höllentempo vom Blatt - Glenn Gould setzte sich sehr für die eher unbekannte Klaviersonate in e-Moll von Edvard Grieg ein -, um dann zu sagen: "Nichts für mich!" Ein anderes Mal sagte ein Freund zu ihm, dass die spätromantischen Paganini-Variationen von Sergei Rachmaninoff doch nichts für ihn sein können, und Glenn Gould erwiderte, dass dieses Werk ganz wunderbar sei und er es demnächst in einem Konzert spielen werde. Weltweit berühmt wurde Glenn Gould vor allem durch seine durch die links-dominante Orgelhand geprägten Interpretationen der Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. 1983 setzte ihm der österreichische Schriftsteller Thomas Bernhard in seinem Roman "Der Untergeher" ein würdiges, literarisches Denkmal. Anders als Sergiu Celibidache war Glenn Gould ein großer Befürworter von Tonträgern und begrüßte den technischen Fortschritt auf diesem Gebiet. Jeder sollte mit seinem Verstärker die Musik so einstellen, wie er sie haben möchte. Ab einem bestimmten Zeitpunkt seines Lebens zog auch Glenn Gould das Tonstudio dem Konzertsaal vor.

Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen. Glenn Gould (Klavier) - Juni 1955: youtube.com/watch?v=Ah392lnFHxM

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Am 25. August 1959 spielte Glenn Gould bei den Salzburger Festspielen in der Stiftung Mozarteum die Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach. Das Konzert begann um 20 Uhr, auf dem Programm standen:

- Jan Pieterszoon Sweelinck: Fantasia chromatica
- Arnold Schönberg: Suite für Klavier op. 25
- Wolfgang Amadeus Mozart: Klaviersonate Nr. 10 in C-Dur KV 330 (300h)
- Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen BWV 988

Ja, das war eine ungewöhnliche Programmzusammenstellung. In seinem Roman "Der Untergeher" nimmt Thomas Bernhard Bezug auf dieses Konzert, dem der Autor wohl beigewohnt haben muss, allerdings erwähnt Bernhard nur die von Glenn Gould so genial gespielten Goldberg-Variationen. Wer Glenn Goulds Einspielungen der Goldberg-Variationen von 1955 und 1981 kennt, der wird diese Aufnahme von 1959 genauso hoch schätzen, da sie interpretatorisch eine Art Zwischenstadium der beiden berühmten Einspielungen darstellt.

Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen. Glenn Gould (Klavier) - Salzburg, 25. August 1959: youtube.com/watch?v=YJzekYLb7Uc

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29.12.2017 12:29 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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1981, gegen Ende seines Lebens, widmete sich Glenn Gould erneut den Goldberg-Variationen von Johann Sebastian Bach und schuf seine letztgültige interpretatorische Fassung dieses Werks.

"Der Schritt zur Vollendung ist gleichzeitig der Schritt zum Tod."
Thomas Bernhard


Johann Sebastian Bach: Goldberg-Variationen. Glenn Gould (Klavier) - 1981: youtube.com/watch?v=ELPlhOQS4lg

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30.12.2017 14:18 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Anton Bruckner: Symphonie Nr. 8 in c-Moll. Münchner Philharmoniker, Dirigent: Sergiu Celibidache - Suntory Hall, Tokyo, 20. Oktober 1990:
youtube.com/watch?v=elVHvTrEM34

Sergiu Celibidache hat Anton Bruckner verstanden.

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Sergiu Celibidache


Anton Bruckner: Symphonie Nr. 4 in Es-Dur. Münchner Philharmoniker, Dirigent: Sergiu Celibidache - Wiener Musikverein, Februar 1989:^1 youtube.com/watch?v=U8lA3Zo0740

^1 Diesem Konzert hatte ich beigewohnt und ich habe selten in einem Konzert eine solche Hochspannung erlebt.

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05.01.2018 11:20 Offline | suchen | Freundesliste | Portal
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Beim letzten Konzert Leonard Bernsteins im Wiener Musikverein am 2. März 1990, etwa ein halbes Jahr vor seinem Tod, stand Anton Bruckners 9. Symphonie auf dem Programm. Etwa drei Monate vor seinem Tod dirigierte Herbert von Karajan am 23. April 1989 im Wiener Musikverein Bruckners 7. Symphonie. Beide Konzerte bleiben unvergesslich.

Sergiu Celibidache widmete sich über ein Jahrzehnt lang intensiv den Werken des österreichischen Komponisten Anton Bruckner und dirigierte die dreisätzige 9. und letzte Symphonie Bruckners am 10. September 1995 in der Münchner Philharmonie am Gasteig. Sergiu Celibidache war von 1979 bis zu seinem Tod am 14. August 1996 Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker.

Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 in d-Moll. Münchner Philharmoniker, Dirigent: Sergiu Celibidache - Philharmonie am Gasteig, 10. September 1995:
youtube.com/watch?v=JvlkX4VGN-c

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Pfeil Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 - Leonard Bernstein antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



Leonard Bernstein, Bruckners 9. Symphonie im Wiener Musikverein, 1990


Das letzte Konzert von Leonard Bernstein im Wiener Musikverein, am 2. März 1990, etwa ein halbes Jahr vor seinem Tod, mit Anton Bruckners 9. Symphonie: Ein unwiederholbarer, in Ekstase versetzender musikalischer Glanzpunkt, der sämtliche partiturgemäßen Wald-und-Wiesen-Konzerte dieses Werks, die ich auch schon unter sehr berühmten Dirigenten über mich ergehen lassen musste, naturgemäß in den Schatten stellt.

Anton Bruckner: Symphonie Nr. 9 in d-Moll. Wiener Philharmoniker, Dirigent: Leonard Bernstein - Wiener Musikverein, März 1990, Filmaufzeichnung: youtube.com/watch?v=swULVZ5zLkM

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Pfeil Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3 - Sergiu Celibidache antworten | zitieren | ändern | melden       TOP

Anton Bruckner widmete seine 1873 komponierte und 1877 und 1888/89 von ihm überarbeitete 3. Symphonie Richard Wagner, den er sehr verehrte.




Richard Wagner und Anton Bruckner. Scherenschnitt von Otto Böhler aus dem Jahr 1890. Richard Wagner hatte eine Körpergröße von 1,66 m, Anton Bruckner war deutlich kleiner als Wagner (und Franz Liszt war 1,85 m groß).


Anton Bruckner: Symphonie Nr. 3 in d-Moll. Münchner Philharmoniker, Dirigent: Sergiu Celibidache - Philharmonie am Gasteig, März 1987:^1 youtube.com/watch?v=6mTmyzqDJe0

^1 Ich kann auch die Partitur dieser Symphonie auswendig und habe längst zu zählen aufgehört, wie oft ich dieses Werk schon im Konzertsaal erlebt habe. Aber so präzise durchdacht wie von Celibidache habe ich die "Wagner-Symphonie" von Bruckner noch nicht gehört.

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Pfeil Sergiu Celibidache dirigiert Wagner antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



Sergiu Celibidache dirigiert den Trauermarsch aus dem 3. Akt von Richard Wagners "Götterdämmerung". Münchner Philharmoniker - Philharmonie am Gasteig, Februar 1993: youtube.com/watch?v=cVviPKLXTpM

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Pfeil Wie wichtig ist der Dirigent? antworten | zitieren | ändern | melden       TOP



Der große Dirigent Sergiu Celibidache


Vor etwa 30 Jahren erlebte ich ein Konzert des Orpheus Chamber Orchestra, eines US-amerikanischen Kammerorchesters, im Wiener Musikverein und die Besonderheit dieses Orchesters ist, stets ohne Dirigenten zu spielen. Auf dem Programm stand auch die "Symphonie classique" von Sergei Prokofiev. Die Musiker hatten sich alles während der Proben im Team ganz ohne Dirigenten erarbeitet, das Konzert in Wien war wunderbar.

Was käme aber heraus, wenn das jedes Orchester so machen würde? Uninteressantes Chaos! Ich habe schon viele Orchesterproben unter berühmten Dirigenten besucht und dabei gesehen, wie wichtig es ist, dass der Dirigent seine genauen Vorstellungen des Werks durch das Orchester in harter Probenarbeit realisieren lässt und zum Klingen bringt, damit das Ergebnis dann Hand und Fuß hat. Dabei ist der Umgang mit dem Orchester höchst unterschiedlich, wenn ich beispielsweise an Bernstein, Solti, Giulini, Abbado und Ozawa denke.

Sergiu Celibidache probt mit den Münchner Philharmonikern die "Symphonie classique" von Sergei Prokofiev - sehr interessant: youtube.com/watch?v=QQ8xmqKq4-8&t=863s

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