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Geschrieben von webe am 01.03.2017 um 15:43:

 

MSchulz sagte in seiner Aschermittwoch Rede, daß man als Politiker auch für die EU einstehen muß!

Die SPÖ bräuchte einen MSchulz!



Geschrieben von nicolai am 01.03.2017 um 19:19:

 

...nur, daß das EU-Parlament in Wirklichkeit gar nichts zu entscheiden hat... lachmitot ...
und die EU-Kommission (also die eigentlichen Entscheider) nicht gewählt, sondern ernannt wird. Und beispielsweise die EZB jeglicher staatlichen Kontrolle entzogen ist...usw., usf.



Geschrieben von nicolai am 01.03.2017 um 19:22:

 

Schönen Dank auch, wir können uns auch ohne deutsche Hilfe zugrunderichten...
Und, bei der Gelegenheit, ein Politiker hat (hätte) zuvorderst für sein Volk und seine Wähler einzustehen, und nicht, wofür es ihm gerade paßt.



Geschrieben von webe am 02.03.2017 um 09:50:

 

MSchulz würde die SPÖ eher aufrichten.

Er gehört zwar dem rechten Flügel an, ist aber in der Lage, Wählerstimmen einzufangen.

Solches braucht die SPD und sicherlich auch die Schwesterpartei in Ö.

Die EU ist für das Volk des jeweiligen Mitgliedstaates.

Die Wirtschaft, das Kapital bündelt, organisiert sich über die Grenzen hinweg, um so seine Macht zuerhalten, auszubauen.

Da die Europäer erst durch das Bündnis zur Macht werden, ist die EU der logische und richtige Weg für die Europa-Staaten!



Geschrieben von Ramon am 02.03.2017 um 10:18:

 

Zitat:
Original von webe
MSchulz würde die SPÖ eher aufrichten.

Er gehört zwar dem rechten Flügel an, ist aber in der Lage, Wählerstimmen einzufangen.

Solches braucht die SPD und sicherlich auch die Schwesterpartei in Ö.

Die EU ist für das Volk des jeweiligen Mitgliedstaates.

Die Wirtschaft, das Kapital bündelt, organisiert sich über die Grenzen hinweg, um so seine Macht zuerhalten, auszubauen.

Da die Europäer erst durch das Bündnis zur Macht werden, ist die EU der logische und richtige Weg für die Europa-Staaten!


Die SPÖ stellt immerhin den Bundeskanzler. Davon ist unsere SPD noch ein Stückchen entfernt. Augenzwinkern



Geschrieben von webe am 02.03.2017 um 20:24:

 

Dafür wächst in Ö der Popolismus durch die FPÖ zu einer unkontrollierten Macht an, während die AfD in D in ihrer Stärke abbaut. Oder?



Geschrieben von webe am 02.03.2017 um 20:41:

 

Der Außenminister Ö ist nicht schlecht.



Geschrieben von webe am 02.03.2017 um 23:07:

 

Demokratie muß man immer wieder neu beleben, denn sonst frißt sie der Popolismus auf!



Geschrieben von nicolai am 03.03.2017 um 20:13:

 

Zitat:
Original von Ramon
Die SPÖ stellt immerhin den Bundeskanzler.


Nicht "wirklich". Und aufgrund welcher "koalitionären Absprachen" mit der ÖVP möcht´ ich `mal dahingestellt lassen. Aber jedenfalls nicht auf der Basis einer auch nur annähernd überzeugenden Stimmenmehrheit.
Genaugenommen also entgegen des "Wählerwillens", wie eigentlich in jeder "Koalitionsregierung". Hier zeigt sich eine der Schwächen einer "Parteiendemokratie" - besser wäre meiner Meinung nach eine "zwingende, prozentuelle Regierungsbeteiligung aller im Parlament vertretenen Parteien" statt "freier Koalitionsverhandlungen".



Geschrieben von nicolai am 03.03.2017 um 20:18:

 

...eben auch ein "Populist" - aber einer von der intelligenteren Sorte... Augenzwinkern



Geschrieben von webe am 05.03.2017 um 10:50:

 

Der AM von Ö ist in nicht in der Sparte Trump,Petry und Co..

Wir sollten ihn gegen GGabriel eintauschen!
Er ist zwar nicht so zeigungsfreudig. lachmitot



Geschrieben von webe am 08.03.2017 um 19:22:

 

MSchulz wird uns wohl kaum eine RotRotGrün-Regierung in D bescheren, es sei, das Wahlverhalten der Bürger zwinge ihn dazu.
Sein Bestreben wird eine RotSchwarz-Herrschaft sein unter seiner Regentschaft.

Daher die zaghaften, sozialen Micro-Agendaverbesserungen-Versptechungen.
Jene könnten von der CDU/CSU letztendlich mitgetragen, bei einer Koalition mit der SPD.

MSchulz ist und bleibt ein Kanalarbeiterriege der Schröder Partei.
Somit wird es mit ihm keine weitreichende soziale Veränderungen geben.
Er hat der SPD nur eine neue Aufpolierung verpasst, unter der noch das alte morsche Holz ruht.

Diejenigen, die in seinen Sog fielen und so sich zur Schröder Partei als Neumitglieder spülen liessen, werden nach der Bundestagswahl in D Aufwachen und den wirklichen MSchulz erkennen.



Geschrieben von Ramon am 09.03.2017 um 10:14:

 

Zitat:
Original von webe
MSchulz wird uns wohl kaum eine RotRotGrün-Regierung in D bescheren, es sei, das Wahlverhalten der Bürger zwinge ihn dazu.
Sein Bestreben wird eine RotSchwarz-Herrschaft sein unter seiner Regentschaft.

Daher die zaghaften, sozialen Micro-Agendaverbesserungen-Versptechungen.
Jene könnten von der CDU/CSU letztendlich mitgetragen, bei einer Koalition mit der SPD.

MSchulz ist und bleibt ein Kanalarbeiterriege der Schröder Partei.
Somit wird es mit ihm keine weitreichende soziale Veränderungen geben.
Er hat der SPD nur eine neue Aufpolierung verpasst, unter der noch das alte morsche Holz ruht.

Diejenigen, die in seinen Sog fielen und so sich zur Schröder Partei als Neumitglieder spülen liessen, werden nach der Bundestagswahl in D Aufwachen und den wirklichen MSchulz erkennen.



Du scheinst ihn (Martin Schulz) und die Zukunft ja gut zu kennen. Bist wohl jetzt auch unter die Dialektiker (Marxisten, Kommunisten ....) gegangen? Lachen



Geschrieben von webe am 09.03.2017 um 18:53:

 

Nein. Aber ich traue SPD/ SPÖ keine Piratenkaperfahrt zu, eben bei den Wohlhabenden, sprich Oberschicht, zu entern.

In D gibt es ca. 60% Gewinner und rd.40% Verlierer von der Gesamtbevölkerung.
Für Ö wird es wohl ähnliche sein.



Geschrieben von webe am 10.03.2017 um 08:53:

 

Vor der Wahl werden die unteren Schichten und nachher die oberen Stände hofiert und letztendlich haben die Letzten den Gewinn.

Das ist Sozialdemokratie.

In D gibt es eine sogenannte Linke Mehrheit im Bündestag, hier wären genug Stimmen für Sozialreformen a la MSvhulz vorhanden!

Doch die SPD verweigert jene noch vorhandene Mehrheit.

In Ö möchte die SPÖ solche MSchulz-Reformen?



Geschrieben von Ramon am 10.03.2017 um 09:56:

 

Zitat:
Original von webe
Nein. Aber ich traue SPD/ SPÖ keine Piratenkaperfahrt zu, eben bei den Wohlhabenden, sprich Oberschicht, zu entern.

In D gibt es ca. 60% Gewinner und rd.40% Verlierer von der Gesamtbevölkerung.
Für Ö wird es wohl ähnliche sein.


Ich halte es, wo manche gerne ihr "Ich bin das Volk" in die Welt hinaus posaunen, mit konkreten Beispielen.
Ich hab hier zwei Arbeitsverträge liegen, die ich hier mal, wo es um die Konditionen geht, kurz darstellen will.

Arbeitsvertrag (Verkäuferin, erstes Berufsjahr) abgeschlossen am 01.03.1989
Gehalt: 1600 Mark (brutto)
Monatsgehälter: 12
Urlaubsgeld: 400 Mark
Urlaub: 30 Tage
Personalrabatt: keiner
Arbeitskleidung: wird nicht gestellt
Lohnsteigerungen: Nur wenn der Chef mehr bezahlen will
Karriere: nicht vorhanden


Arbeitsvertrag (Verkäuferin, erstes Berufsjahr) abgeschlossen am 01.02.2017
Gehalt: 1980 Euro (brutto)
Monatsgehälter: 13
Urlaubsgeld: 800 Euro
Urlaub: 36 Tage
Personalrabatt: Personalkarte mit den dazugehörigen Ermäßigungen
Arbeitskleidung: wird gestellt und gereinigt
Lohnsteigerungen: tariflich festgelegt
Karriere: Marktleitung (Stellvertretung), Marktleitung ....... Gehalt über 3000 Euro (brutto)

Und jetzt könnten wir noch darüber reden, wie lange meine Frau (Marktleiterin bei Penny) gebraucht hat, um diese Stelle (zweites Beispiel) besetzen zu können. Und wer nicht bis 20 Uhr oder am Samstag arbeiten wollte. Verdammt, geht es uns schlecht.



Geschrieben von webe am 10.03.2017 um 16:23:

 

Den ausgewiesen Lohn des 2.Arbeitsvertrages hat nicht jede Verkäuferin, nicht jeder Zeitfirmaarbeiter, nicht Jederman/Jedefrau.

Der Nettolohn wird hier bei ca. 1200/1300 liegen, wenn ohne Kinder der Verdienente ist.

Ziehen wir von dem Nettogehalt die Mietkosten, Nebenkosten einer Zweizimmerwohnung ab, Versicherungen.
Da bleibt nicht mehr viel übrig und mit einer solchen Summe über die monatliche Runde zukommen, traut sich kein Polit- od. WirtschaftsAss zu, nichtmal dessen Geruch.

Die Arbeitszeiten im Einzelhandel, Sozialem Bereich sind eine Tortur, ebenso Nachtarbeit und Dreischichtendienst!

Aber MSchulz wird dieses nicht in eine positive Richtig lenken; sowenig wie HR. Gabriel, der wirkt, als hätte er die Partei wegen der Gefahr, die Agenda unverändern, verschluckt und aus Karriergründen herraus, will er sie nicht verdauen.

Die SPD und die Grünen haben einen Rechtsrutsch für sich gewählt, eben das Gewissen der CDU/FDP.

Die Grünen wollen, das man gesund ablebt, aber wen ich gesund bin, möchte ich nicht eingesargt werden.

Bei der SPD habe ich viele langjährige Mitglieder kennengelernt, die von dieser Partei entäuscht sind und sie ihr mit Zähneknirschen die Treue mühsam halten!
Weil eben Grossvater,Opa, Papa sie immer gewählt haben!



Geschrieben von webe am 10.03.2017 um 16:33:

 

Welche Sozialreformen wollen SPÖ, SPD wirklich anstreben?

In D hätte die SPD eine Parlamentsmehrheit für Soziales Wirken, in Ö wohl nicht!

Ramon, Dein Sozialdemokratieverständnis würde das von MSchulz ins Abseits stellen und hätte mehr Erfolg.
Du gehörst noch zu der Garde, die die Bezeichnung Sozialdemokrat verdient haben!



Geschrieben von nicolai am 12.03.2017 um 10:10:

 

Was Du natürlich nicht erwähnst :
durch die allgemeinen Steigerungen der Lebenshaltungskosten entsprechen die 1600 DM von 1989 gerade einmal den 1900 EUR von 2017
die "Verbesserung" der "Arbeitnehmerrechte" sind kein Verdienst der "EU", sondern den (ohnehin sehr mageren und immer mehr eingeschränkt werdenden) Bemühungen der Arbeitnehmervertretungen sowie der "zeitgeistlichen Entwicklung" zu verdanken
die im zweiten Vertrag angebotenen "Karrierechancen" sind Ergebnis konzerninterner Umstellung, bedingt durch die "Entwertung" der konzerninternen Stellung von "Marktleitern"
es zählt wohl zu den legitimen Forderungen von "Verkäufern", nicht an Wochenenden oder spätabends arbeiten zu wollen; eine Forderung, die 1989 kaum von Relevanz war, da sie erst infolge der "Liberalisierung" der Ladenöffnungszeiten überhaupt entstanden ist
usw., usf.

anderer Vergleich :

Kraftfahrer im Fernverkehr (Österreich) 1989
ungefähres Nettoeinkommen (steuerliche Regelungen differierend zu Deutschland, deshalb in Österreich nicht brutto) inclusive Zulagen, Überstunden, Spesen, etc.
ca. ÖS 35.000,- (DM 5000,-) bei etwa 400 Arbeitsstunden/Monat

(Berufs-)Kraftfahrer im Fernverkehr (Österreich) 2017
ungefähres Nettoeinkommen inclusive Zulagen, Überstunden, Spesen, etc.
ca. EUR 2.200,- (DM 4.400,-) bei etwa (offiziell) 260 Arbeitsstunden/Monat (inoffiziell, bzw. tatsächlich etwa 350)

Arbeitsleistung(saufwand) trotz Arbeitszeitverringerung mindestens verdoppelt, Streß vervielfacht, Lebenshaltungskosten (total) mehr als verdoppelt, Aufstiegs-, bzw. Karrierechancen ( Augenzwinkern ) 1989 durchaus vorhanden (Fuhrparkleiter, etc.), 2017 inexistent

Von den (tatsächlichen) "Verbesserungen" (total) für beispielsweise "Verkauferinnen" (dort, wo es solche überhaupt noch "vollzeitlich" gibt) ganz allgemein möchte ich gar nichts anmerken, da ich sonst vermutlich in Schreikrämpfe verfallen dürfte...

Fazit :
"Einen Scheißdreck" geht es uns gut - oder gar "besser" als früher. Vor allem, da hier das Ausmaß des "es geht uns gut" an materiellen Dingen festgemacht wird. Setzt man nämlich Kriterien wie die immer weiter auseinanderklaffende Einkommens- und Vermögensschere, Arbeitsplatzsicherheit, tatsächliche Aufstiegschancen u. ä. vor allem bei unteren und mittleren Bildungs- und Einkommensschichten einmal in Relation, so ergibt sich (zumindest hier in Österreich) nämlich ein ganz anderes Bild.
Und nicht umsonst hat sich das (mittlerweile) Millionenheer von Prekariats-, Teilzeit- und sonstwie dubios Beschäftigten in den letzten Jahren vervielfacht, das durchschnittliche Bildungsniveau halbiert, die "Angst" und auch die "Überwachung" verdoppelt...

"Es geht uns so gut wie nie" stellt das Äquivalent zu "Valium", eben einem künstlichen Beruhigungsmittel, oder vielleicht noch besser, zur Religion dar, damit jene, die noch nicht durch die realen Lebensumstände aus ihrem verträumten "Wohlstandstraum" gerissen worden sind ohne nachzudenken weiter träumen, konsumieren, funktionieren und "daran glauben", und, was sie ja ohnehin zumeist gar nicht wollen (da es schmerzen und "das Nachdenken" bedingen und fördern könnte), gar beginnen nachzufragen und die "rosa Brille" abzusetzen.



Geschrieben von nicolai am 12.03.2017 um 10:13:

 

Zitat:
Original von webe
Du gehörst noch zu der Garde, die die Bezeichnung Sozialdemokrat verdient haben!


...also ich sähe diese Bezeichnung ja als Beschimpfung, aber dies scheint Ansichtssache zu sein... Augenzwinkern lachmitot


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